Satomi Shirai

Satomi Shirais Arbeiten geben viel Raum für Interpretationen

Shirai selbst sieht ihre Arbeiten als Versuche, die physischen und psychologischen Veränderungen und Assimilationsprozesse von Migranten fotografisch umzusetzen. Ursprünglich als Dokumentation ihrer eigenen Erfahrungen als Japanerin in New York begonnen, wandelten sich ihre Bilder schnell in symbolbeladene, teils surreal anmutende Arbeiten, welche stellvertretend für all diejenigen sprechen wollten, die sich im Ausland zu integrieren versuchen. Auch ihre fast an Makroaufnahmen erinnernden Bilder von Puppenhäusern, die, oft zerlegt und falsch zusammengefügt, von der Inkompatibilität der eigenen Gewohnheiten und der daheim gelernten Massstäbe mit dem neuen Zuhause erzählen fügen sich in dieses Thema, das Satomi Shirai so beschäftigt, nahtlos ein.

Micheko beim OPEN ART Wochenende

Wir sehen uns am kommenden Wochenende zur OPEN ART! Damit eröffnen wir die neue Kunstsaison in München, zusammen mit den anderen Mitgliedern der Initiative der Münchner Galerien.

HOME FROM HOME, Satomi Shirai (Arbeiten 2006-2010)

Satomi Shirai, geboren in Tokio, lebt seit einigen Jahren in New York. In den letzten zwei Jahren haben ihre Arbeiten viel Aufmerksamkeit erregt, nachdem sie in verschiedenen Gruppen-Ausstellungen in der National Portrait Gallery in London und der Smithsonian National Portrait Gallery in Washington DC ausgestellt wurde. Ihre aktuelle Serie „HOME FROM HOME” behandelt die beengten Lebensräume junger Ausländer in ihnen fremden Umgebungen, in denen sie nie ganz heimisch werden und wo sie meistens auf wenigen Quadratmetern leben. Dort gehen sie in ihren Habseligkeiten oft unter, verschwinden und verlieren dabei oft auch ihre eigene Identität. Oft kann man die Akteure in den Fotografien von Satomi Shirai nicht erkennen. Es handelt sich um anonyme Bewohner gesichtsloser Wohnräume. Trotzdem kann der Betrachter dieser Bilder Reminiszenzen der jeweiligen nationalen Abstammung, derer kultureller Identität und individueller Lebensgeschichte erkennen. Es sind Zeichen, die vom Willen derer zeugen, die sich nicht unterkriegen lassen wollen und ihren Weg zur eigenständigen Identität finden werden.

SAKURA – Fotografische Nah-Paradies-Erfahrungen

Unsere erste thematische Ausstellung widmen wir Sakura, der japanischen Kirschblüte. Es gibt wohl nur noch wenige andere Begriffe, welche die Seele Japans treffender symbolisieren. Die japanische Kirschblüte repräsentiert Schönheit, Neuanfang und Vergänglichkeit zusammengefasst in einem kurzen, jedoch von intensiven Momenten melancholischen Glücks geprägten Zeitabschnitts. Die warme Jahreszeit beginnt und die Japaner feiern unter den japanischen Zierkirschbäumen ihre Picknicks mit Freunden, Familie oder Arbeitskollegen. Gemeinsam genießen sie bei viel Bier, Sake und kleinen Snacks die Kirschblüte. Wir haben eine kleine aber feine Auswahl von Sakura-Fotografien ausgewählt von Fotografen wie Muga Miyahara, Satomi Shirai, Ryo Ohwada, Toshio Enomoto, Yumiko Kinoshita. Besonders freuen wir uns, auch einen von uns sehr verehrten deutschen Fotokünstler mit einem Motiv dabei zu haben: Robert Voit. Micheko beginnt damit, auch westliche Künstler zu zeigen, die sich intensiv mit Japan oder Asien generell künstlerisch auseinandergesetzt haben.

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