Kai-Uwe Gundlach, einer der großen unter den deutschen Fotografen, zeichnet in drei Kapiteln sein ganz persönliches Bild von Tokio, der japanischen Mega-Metropole.

In METRO zeigt Gundlach Portraits mitreisender U-Bahnpassagiere, die er, von den Sujets unbemerkt, diskret fotografierte.

PYLONS dokumentiert den allgegenwärtigen Kabelsalat, der über den Dächern und an den Wänden Tokios entlang vor sich hin wuchert und geradezu archaisch wirkt in der hoch technisierten, zukunftsweisenden urbanen Landschaft.

SHIBUYA erzählt von der wohl bekanntesten Straßenkreuzung der Welt. Dort begegnen sich an jedem Augenblick des Tages tausende Menschen und gehen trotzdem einsam in der Masse unter. Kai-Uwe Gundlach beschreibt hier keine soziologisch-ethnologischen Zustände, genauso wenig möchte Gundlach mit dem Zeigefinger auf den japanischen „Ameisenstaat“ zeigen, den man als westlicher „Beobachter“ immer wieder gerne und unfairerweise als Klischee benennt. Gundlachs Shibuya-Bilder zeigen uns im Gegenteil die Universalität unserer ganz persönlichen Einsamkeit auf, egal wie vernetzt und technologisch fortgeschritten wir auch sein mögen.

 

Zur Ausstellung gibt es einen signierten, auf 500 Exemplare limitierten Bildband.