Der japanische Fotokünstler Tomohide Ikeya war in letzter Zeit besonders aktiv und gegenwärtig in der internationalen Fotokunst-Szene. Er gewann mehrere Preise für seine Foto-Reihe „Breath“ und vorhergehende Arbeiten. Micheko Galerie zeigt einige repräsentative Arbeiten aus seiner Reihe „Breath“ vom 30. Juli bis 25. September 2010. Zur Zeit laufen Ausstellungen mit Ikeyas Fotografien in Japan und in den USA. Sehr erfolgreich auch als Mode- und Werbefotograf, liebt es Ikeya, seine Passion für das Meer und den Tauchsport mit seinen persönlichen Foto-Projekten zu verbinden. Aber anstatt Clownfische und Haie zu fotografieren, entschied er, Tänzer in Tiefwassertanks eintauchen zu lassen. Die Ergebnisse erinnern an Butoh, die moderne japanische tanzform, die nach dem 2. Weltkrieg entwickelt wurde. Gelegentlich dramatisch in ihrer Ausdrucksform, aber stets ästhetisch, elegant und höchst expressiv.

Ikeyas Konzept hinter seinem Arbeitszyklus „Breath“ beruht auf dem Wasser als das Element, das uns Leben und Kraft spendet. Aber erst wenn wir nicht mehr atmen können, merken wir Menschen, wie wenig Kontrolle wir tatsächlich über die essentiellen Dinge im Leben haben. Tomohide Ikeya visualisiert diese essenzielle Kraft des Wassers in „Breath“ auf seine ganz eigene, herausfordernde Art und Weise.

Seine Fotografien strahlen eine besondere Intensität aus. Sie haben aber auch etwas Morbides, Beängstigendes. Unsere ganz persönliche Analogie, als wir Ikeyas Arbeiten zum ersten Mal sahen, ist die enorme Kraft und Würde, welche Menschen in lebensbedrohenden Umständen entwickeln können. Wir mögen bald alle wegen globalen Erdwärmung untergehen, aber wir werden es in Schönheit und Eleganz tun.

All images copyright Tomohide Ikeya, no reproduction permitted without the written consent of Micheko Gallery.