Einführung zur Ausstellung “Die Welt dahinter” von Muga Miyahara

Eine Frau. Schlafend. Träumend? Fische. Viele Fische. Immer mehr Fische. Nass, kalt, glatt. Gefühle des  Ekels und Schauderns? Eine Frau. Schlafend. Alpträumend? „Als Kind“, schreibt Muga Miyahara, „hasste ich es Fisch zu essen. Aber mein Vater bestand darauf und sagte immer wieder: ‚Iss Fisch! Iss Fisch!’ Das bereitete mir große seelische Qualen…“ Diese Kindheitserinnerung war die Inspiration für „A Memory of a Fish is there…“ einen der bekanntesten Bildzyklen des Künstlers. In immer neuen Variationen zeigt er eine junge nackte Frau und Fische und setzt sich auf diese Weise mit dem Trauma seiner Jugend auseinander. Der Betrachter mag die Gefühle des Ekels teilen, die Miyahara mit Fischen verbindet oder er mag die Fotografien auf seine Weise deuten. Surreal und verstörend wirken die Szenen auf jeden Fall.