Bildband

“Kagirohi” – S/W-Fotografien von Toshio Enomoto

Der Fotograf Toshio Enomoto zeigt in seinen Bildern die japanische Seele. Der 1947 in Tokio geborene Toshio Enomoto steht ganz in der Tradition der japanischen Nachkriegsfotografie mit seinen prominenten Vertretern wie Shomei Tomatsu oder Imei Suda, um hier nur zwei der ganz großen japanischen Fotografen zu nennen. Hier ausführlich über Enomotos bisheriges Werk zu schreiben, würde den Rahmen dieses Eintrags sprengen, deshalb möchten wir uns auf die Essenz seiner Bildsprache konzentrieren. Gerade in den Sakura-Motiven seiner Serie “Kagirohi”, was sich grob mit “Licht kurz vor dem Sonnenaufgang” übersetzen lässt, zeigt sich der Gegensatz in der Sichtweise japanischer und westlicher Betrachter. Unser westliches Auge deutet die Kirschblüte als Zeichen der Neugeburt, des Aufwachens der Natur nach einem langen Winter. Wir erfreuen uns am Aufblühen der Kirschbäume und der restlichen Pflanzenwelt und wünschen uns einen möglichst langen, warmen und sonnigen Frühling. Japaner hingegen zelebrieren mit dem “Hanami”, dem Betrachten des Fallens der Kirschblüten, die Vergänglichkeit, die Schönheit der weiß bis zartrosa schimmernden Blütenblätter im Fall. Neuanfang gegen Vergänglichkeit, zwei Sichtweisen desselben Naturschauspiels.

Enno Kapitza präsentiert seinen Bildband „Wo das Herz ist“

Micheko freut sich, Ort von Enno Kapitzas Buch-Präsentation am Donnerstag, 17. November 2011 zu sein. Wir beginnen um 19 Uhr. Die Veranstaltung wird bis ca. 21:30 Uhr dauern. 150 Jahre, nachdem Japan und Deutschland offiziell diplomatische Beziehungen aufnahmen, zeigt der deutsch-japanische Fotograf Enno Kapitza deren inoffizielle Seite. Denn die tiefe, emotionale Ebene, die wahre Beziehungen ausmacht, entsteht aus Gefühlen, Eigenheiten und Gemeinsamkeiten. Es sind große wie kleine Momente, die man nicht mit einer Jahreszahl beziffern kann. Man muss sie sehen, fühlen, erleben. Enno Kapitza hat sie in seinem ersten Buch, erschienen im Iudicium Verlag, erlebbar gemacht.

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