Natsuki Ohtake war schon als Kind fasziniert von den Heldinnen ihrer Lieblings-Mangas. Die überdimensionierten Rehaugen in ihren vielfältigen Ausdrucksvarianten hatten es ihr ganz besonders angetan. Als junges Mädchen wagte Natsuki Ohtake sich dann an ihre eigenen Manga-Zeichnungen, füllte ihre Tagebücher mit unzähligen Varianten von Portraits ihrer Manga-Heldinnen. Als Studentin an der Tama Art University in Tokio begann sie, ihrer Leidenschaft einen künstlerischen Rahmen zu geben.

Während ihres Studiums beschäftigte sich Ohtake näher mit antiken japanischen Batik-Techniken und entwickelte daraus ihren eigenen, charakteristischen Stil, der sich nunmehr in einer Vielzahl fragiler Fantasie-Schönheiten in besonders brillanten Farbtönen auf Seidenstoffen manifestiert. Ihre Arbeiten schimmern zumeist in bläulich-weißen Nuancen und reflektieren zweidimensional auf der edlen Seide.