Laughing bears, Kenichi Yokono

Laughing bears, Kenichi Yokono, Courtesy Miichekko Galerie, limited Edition woodblock print

Kenichi Yokono zeigt seine neuesten Arbeiten des „Horror Pop“ zum ersten Mal in Deutschland

Kenichi Yokono widmet sich den Themen der zeitgenössischen japanischen Manga-Kultur und nutzt dazu traditionelle Holzschnitt-Techniken. Manga, Anime, Horror-Filme und andere Stereotypen der japanischen Pop-Kultur fließen in Kenichi Yokonos Arbeiten ein. Als Ikonen der (mehr oder weniger) subtil ausgedrückten Grausamkeit und Bedrohlichkeit, stellen seine Arbeiten win Kontrastprogramm zu den zuckersüßen, rehäugigen Figuren der populären Manga- und Anime-Figuren dar.

Obwohl Yokonos Arbeiten voll funktionsfähige Holzschnitte sind, von denen er auch Drucke anfertigen könnte, stellt er sie größtenteils als eigenständiges Werk aus. Auf diese Weise behält das Werk seine Exklusivität als handgefertigtes Unikat, durch das der Künstler eine spürbare Präsenz bewahrt. Yokonos Arbeiten werden so zu Zeugnissen einer augenzwinkernden Kritik an einer rasant alternden japanischen Gesellschaft, die von Hello Kitty und Konsorten geradezu besessen ist.

Für seine Einzel-Ausstellung bei Micheko zeigt Yokono zum ersten Mal auch Drucke, die er als limitierte Edition aufgelegt hat.

Geboren 1972 in Kanazawa, Japan, studierte Kenichi Yokono Kunst am Kanazawa College of Art. Er hatte Einzel-Ausstellungen in Tokio, Los Angeles, Wien und Amsterdam, sowie Arbeiten in zahlreichen Gruppen-Ausstellungen. 2005 gewann Yokono den Asian Cultural Council Fellowship award, and the Tom Eccles Prize (New York). Der Künstler lebt und arbeitet in Tokio, Japan.