Nach seiner erfolgreichen ersten Ausstellung in Europa im Februar 2012 freuen wir uns, weitere Arbeiten von Kenichi Yokono zeigen zu können. Der in Kanazawa, Japan lebende Künstler nutzt traditionelle Holzschnitt-Techniken, um auf die ihm eigene, exzentrische Art und Weise, die Lebensmodelle des japanischen Suburbia in Frage zu stellen. Als Ikonen der – mehr oder weniger – subtil ausgedrückten Grausamkeit und Bedrohlichkeit, stellen seine Arbeiten ein Kontrastprogramm zu den zuckersüßen, rehäugigen Figuren der populären Manga- und Anime-Figuren des „Cool Japan“ dar.
 
Obwohl Yokono Holzschnitte schafft, von denen er auch Drucke anfertigen könnte, präsentiert er diese meist in rotweiß lackierten Holzschnitte größtenteils als eigenständige Arbeiten. Auf diese Weise behält das Werk seine Exklusivität als handgefertigtes Unikat, durch das der Künstler eine spürbare räumliche Präsenz bewahrt. Yokonos Arbeiten werden so zu Zeugnissen einer für japanische Verhältnisse ziemlich direkten Kritik an einer rasant alternden japanischen Gesellschaft, die aber noch immer von Hello Kitty und Konsorten geradezu besessen ist.

Geboren 1972 in Kanazawa, Japan, studierte Kenichi Yokono Kunst am Kanazawa College of Art. Er hatte Einzel-Ausstellungen in Tokio, Los Angeles und Wien, sowie Teilnahmen an zahlreichen Gruppen-Ausstellungen. 2005 gewann Yokono den Asian Cultural Council Fellowship award, and the Tom Eccles Prize (New York). Der Künstler lebt und arbeitet in Tokio, Japan. Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen privaten Sammlungen in den USA, Europa und Asien.

Ausstellung vom 8.4. bis 4.6.2016