Kenichi Yokono: “Horror Pop”-Welten bei Micheko vom 08. Feb. bis 07 April 2012

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Kenichi Yokono zeigt seine neuesten Arbeiten des “Horror Pop” zum ersten Mal in Deutschland

Kenichi Yokono widmet sich den Themen der zeitgenössischen japanischen Manga-Kultur und nutzt dazu traditionelle Holzschnitt-Techniken. Manga, Anime, Horror-Filme und andere Stereotypen der japanischen Pop-Kultur fließen in Kenichi Yokonos Arbeiten ein. Als Ikonen der (mehr oder weniger) subtil ausgedrückten Grausamkeit und Bedrohlichkeit, stellen seine Arbeiten win Kontrastprogramm zu den zuckersüßen, rehäugigen Figuren der populären Manga- und Anime-Figuren dar.

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laughing bears, © Kenichi Yokono, courtesy Micheko Galerie, limited Edition woodblock print

Obwohl Yokonos Arbeiten voll funktionsfähige Holzschnitte sind, von denen er auch Drucke anfertigen könnte, stellt er sie größtenteils als eigenständiges Werk aus. Auf diese Weise behält das Werk seine Exklusivität als handgefertigtes Unikat, durch das der Künstler eine spürbare Präsenz bewahrt. Yokonos Arbeiten werden so zu Zeugnissen einer augenzwinkernden Kritik an einer rasant alternden japanischen Gesellschaft, die von Hello Kitty und Konsorten geradezu besessen ist.

Für seine Einzel-Ausstellung bei Micheko zeigt Yokono zum ersten Mal auch Drucke, die er als limitierte Edition aufgelegt hat.

Geboren 1972 in Kanazawa, Japan, studierte Kenichi Yokono Kunst am Kanazawa College of Art. Er hatte Einzel-Ausstellungen in Tokio, Los Angeles, Wien und Amsterdam, sowie Arbeiten in zahlreichen Gruppen-Ausstellungen. 2005 gewann Yokono den Asian Cultural Council Fellowship award, and the Tom Eccles Prize (New York). Der Künstler lebt und arbeitet in Tokio, Japan.

Unsere Ausstellungen 2012

Wir wünschen Ihnen auch auf diesem Weg noch einmal ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr! Es sind ja schon fast zwei Wochen vergangen, aber es bringt sicher kein Unglück, uns allen etwas Gutes zu wünschen.

Heute freuen wir uns, Ihnen unsere Ausstellungen für 2012 vorstellen zu können. Wir würden uns freuen, Sie bei der einen oder anderen Ausstellungs-Eröffnung begrüßen zu dürfen.

  • Noch bis zum 4. Februar 2012KATSUMI HAYAKAWA mit seinen umwerfenden skulpturellen Landschaften aus Papier - “PAPER WORKS: NEW HORIZONS”
  • 08. Februar bis 07. April 2012KENICHI YOKONO, Holzschnitte und Prints, ganz in der Tradition des japanischen “Horror Pop”: “JAPAN WONDERLAND EXPLOSION”
  • 14. März bis 18. März 2012AKIKO KURIHARA & MARI IWAMOTO: neuer Autorenschmuck, präsentiert unter dem (noch) mysteriösen Titel “151″
  • 13. April bis 16. Juni 2012TOSHIO ENOMOTO, S/W-Fotografien aus seinem Buch “KAGIROHI” von 2008, sowie neue Arbeiten
  • 22. Juni bis 22.September 2012TOMOHIDE IKEYA, neue Fotografien, neue Serien: “BREATH, WAVE, MOON”
  • 28. September bis 24. November 2012RISA FUKUI, Papierschnitte: “KIRI GA”
  • 30. November bis 02. März 2013HIROSHI WATANABE, S/W-Fotografien, reine Poesie, die den Betrachter auf Zeitreisen schickt: “TIME TRAVELS – 時間旅行”

Immer am Abend des Vortags feiern wir die Ausstellungs-Eröffnung bei uns in der Galerie von 19 bis 21 Uhr. Dazu werden Sie natürlich immer separat eingeladen. Aber vielleicht wollen Sie sich schon jetzt diese Daten in Ihren Kalender eintragen. Wir garantieren Ihnen einen Kunstgenuss, der sich abhebt. Micheko steht für Kunst, die auch handwerklich fundiert ist.

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IN EIGENER SACHEUnser Erfolg als Galerie hängt davon ab, dass wir bekannt werden. Dazu reicht es nicht, nur ein gutes Konzept und ein gutes Programm zu haben und ganz viel Werbung zu machen. Nur die Mundpropaganda hilft wirklich weiter. Also, falls Sie der Meinung sind, dass Micheko und die Arbeit, die dahinter steckt, empfehlenswert ist, dann bitte empfehlen Sie uns an Ihre Freunde, Bekannte und Kollegen weiter. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung. Das bringt auch viele positive Karmapunkte!

Katsumi Hayakawa – Paper Works: New Horizons

Katsumi Hayakawa, Jahrgang 1970, konstruiert dreidimensionale Welten aus Papier. Seine Arbeiten sind abstrahierte Abbildungen unserer ent-individualisierten Metropolen, in denen wir auf engsten Raum unserem Tun nachgehen und Beziehungen nicht zustande kommen. Die Gebäude unserer Städte sind die Behälter und Kulissen der “Abwesenheit der Existenz, der Abwesenheit des Nichts und der Abwesenheit der Abwesenheit der Abwesenheit”.

Katsumi Hayakawa, Bluelines, Ausstellung Micheko Galerie Januar 2012

Blue Lines, 2011

Hayakawas Arbeiten können interpretiert werden als urbane Landschaften oder auch als die integrierten Schaltkreise von Mikrochips. Es sind die beiden Enden desselben mensch-gemachten Universums, die sich dem Betrachter erschließen. Der Kontrast zwischen dem Realen und dem Virtuellen, der simulierten Wirklichkeit.

Es steckt viel vom buddhistischen Konzept, dass alles im Universum miteinander verbunden ist, in den Arbeiten von Katsumi Hayakawa. Aber man muss kein Buddhist sein, um diese Werke verstehen und schätzen zu können. Sie erschliessen sich durch ihre universelle Mitteilungkraft.

Hayakawa wurde bekannt durch seine geometrischen Malereien, die er “virtuelle Abstraktionen” nannte. Aber er war unzufrieden mit dem Medium, welches ihm nicht ausreichte, seine Konzepte künstlerisch umzusetzen. Deshalb widmete er sich der  Skulptur als Medium für seine jüngeren Arbeiten. Er verwendet Papier-Kuben oder Würfel, die er auf Aquarellpapier anbringt. Diese Arbeiten scheinen zufällig arrangiert und doch erinnern sie uns, wie schon erwähnt, an Landschaften, Schaltkreise oder Labyrinthe und lassen den Betrachter trotzdem im Zweifel, ob er das, was er sieht, auch das repräsentiert, was er zu denken glaubt. Hayakawa schafft es damit, uns auch auf die Informationsflut hinzuweisen, die uns schon lange überrollt hat.