Smile Japan, Auswahl der jüngsten Arbeiten Robert Voits

Insgesamt fast 12 Monate verbrachte der Fotograf Robert Voit in den letzten 16 Jahren in Japan. Entstanden sind dabei Hunderte von Einzelbildern. Von Städten und von japanischen Landschaften. Immer spielt die Natur in seinen Bildern eine besondere Rolle. Was hat der Mensch damit gemacht? Was ist “echt” und was ist “falsch”? Dabei treibt er ein wunderbares Spiel mit dem ewigen Irrglauben an das “wahrhaftige Bild”.

Robert Voit zeigt unverfälschte Momentaufnahmen der japanischen Welt, die ihn seit vielen Jahren immer wieder anzieht. Die Kontraste zwischen dem technisch hochgerüsteten Alltag, der zubetonierten Landschaft und dem instinktiven Drang der Menschen nach Natur, der sich in künstlichem Grün und gemalten Blumen Ausdruck verschafft, die Einsamkeit des Einzelnen, der durch das Display seines Mobiltelefons Kontakt sucht zu seiner Umwelt, sind wiederkehrende Motive in Voits Japan-Reihe. Im Gegensatz zu vielen westlichen Fotografen, die sich Japan mit dem voreingenommenen Auge des Moralisten und Zivilisationskritikers zuwenden, zeigt Voit stets Respekt vor den Gegebenheiten seines Gastlandes. Er entlarvt nicht, sondern dokumentiert ein Japan, das seine soziopolitischen Wandlungen und besonderen geografischen Umstände nie mit dem Ausland debattiert hat, sondern seit jeher versucht, seine demografischen, wirtschaftlichen und (geo-)politischen Herausforderungen intern zu lösen.

Wir zeigen von Robert Voit auch eine Auswahl seiner jüngsten Arbeit aus Sendai und Fukushima, die im Winter 2012 und Frühjahr 2013 entstanden. In einer abgetrennten Sektion der Galerie konzentrieren wir diese Bilder und schaffen ein Ambiente, welche den Betrachter mittelbar konfrontieren mit den von der dreifachen Katastrophe betroffenen Landschaften und den unermüdlichen Bemühungen ihrer Bewohner, eine Normalität wiederherzustellen.

“Zeitreisen” – Hiroshi Watanabe zeigt einen Querschnitt seiner S/W-Fotografien

Die fotografischen Arbeiten von Hiroshi Watanabe, sind auf seinen vielen Reisen durch Japan, die USA, Südamerika, Asien und Europa entstanden.

Micheko Galerie zeigt einen Querschnitt seiner S/W-Fotografien unter dem Titel „Zeitreisen“. Das Besondere an Watanabes Fotografie ist die Zeitlosigkeit des von ihm eingefangenen Augenblicks. Der Betrachter kann in Watanabes Arbeiten nur schwer schätzen, wann die Motive fotografiert wurden. Diese Fotografien zeigen uns das Zeitlose, den Augenblick, der die Vergangenheit und die Gegenwart vereint und uns mit unserer Geschichte in Berührung bringt.

Was den in Tokio und Los Angeles lebenden Fotokünstler antreibt, beschreibt Hiroshi selbst folgendermaßen: „Ich besuche Orte, die mich interessieren und faszinieren. Mich interessiert das menschliche Schaffen. Ich versuche Personen, Traditionen und Orte festzuhalten, die mich zuallererst persönlich interessieren. Ich strebe gleichzeitig nach Kalkül und Entdeckung in meiner Arbeit, halte meine Sinne aber offen für Überraschungen. Meine Fotografien spiegeln sowohl mein ehrliches Interesse an meinen Sujets, als auch meinen Respekt für das Zufallselement wieder. Andere Male suche ich einfach nur nach der reinen Schönheit. Die pure Freude am Entstehungsprozess des einzelnen Bildes motiviert und inspiriert mich. Ich unternehme jede Anstrengung, um ein getreuer Aufzeichner der Welt zu sein, die mich umgibt. Einer Welt, die im Flux ist, und, zumindest für mich, erhalten werden soll.”

Hiroshi Watanabe, geboren 1951 in Sapporo, Japan, graduierte 1975 vom Department of Photography der Nihon University in Tokio und ist ein inzwischen international renommierter Fotograf sowie Autor von zehn Fotobüchern. Die Arbeiten des Künstlers sind in den permanenten Sammlungen des Houston Museum of Fine Arts, Texas, Philadelphia Museum of Art, des International Museum of Photography im George Eastman House, Rochester, New Jersey und im Santa Barbara Museum of Art, Kalifornien. Die offizielle Webseite des Künstlers ist zu finden unter www.hiroshiwatanabe.com.

BREATH von Tomohide Ikeya als Video

Der japanische Fotokünstler Tomohide Ikeya hat vor kurzem ein kurzes Video gedreht, das einen wunderschönen, sehr ästhetischen Einblick in die Unterwasserwelten seiner Serie “Breath” gewährt.

Ohne viel dazu zu sagen, laden wir Sie ein, dieses Video zu geniessen:

Neue Fotografien aus Ikeyas Serien “Breath” und “Moon” sehen Sie bei Micheko Galerie vom 22. Juni bis 22. September 2012