Micheko beim OPEN ART Wochenende

OPEN ART 2012

Wir sehen uns am kommenden Wochenende zur OPEN ART! Damit eröffnen wir die neue Kunstsaison in München, zusammen mit den anderen Mitgliedern der Initiative der Münchner Galerien.

Kommen Sie uns besuchen vom 14. bis 16. September. Wir zeigen die neuesten Foto-Arbeiten von Tomohide Ikeya.

Wir haben für Sie geöffnet:

  • am 14.September 2012 von 15 bis 21 Uhr
  • und am 15. und 16. September 2012 von 11 bis 18 Uhr.

Kenichi Yokono: “Horror Pop”-Welten bei Micheko vom 08. Feb. bis 03 April 2012

Kenichi Yokono zeigt seine neuesten Arbeiten des “Horror Pop” zum ersten Mal in Deutschland

Kenichi Yokono widmet sich den Themen der zeitgenössischen japanischen Manga-Kultur und nutzt dazu traditionelle Holzschnitt-Techniken. Manga, Anime, Horror-Filme und andere Stereotypen der japanischen Pop-Kultur fließen in Kenichi Yokonos Arbeiten ein. Als Ikonen der (mehr oder weniger) subtil ausgedrückten Grausamkeit und Bedrohlichkeit, stellen seine Arbeiten win Kontrastprogramm zu den zuckersüßen, rehäugigen Figuren der populären Manga- und Anime-Figuren dar.

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laughing bears, © Kenichi Yokono, courtesy Micheko Galerie, limited Edition woodblock print

Obwohl Yokonos Arbeiten voll funktionsfähige Holzschnitte sind, von denen er auch Drucke anfertigen könnte, stellt er sie größtenteils als eigenständiges Werk aus. Auf diese Weise behält das Werk seine Exklusivität als handgefertigtes Unikat, durch das der Künstler eine spürbare Präsenz bewahrt. Yokonos Arbeiten werden so zu Zeugnissen einer augenzwinkernden Kritik an einer rasant alternden japanischen Gesellschaft, die von Hello Kitty und Konsorten geradezu besessen ist.

Für seine Einzel-Ausstellung bei Micheko zeigt Yokono zum ersten Mal auch Drucke, die er als limitierte Edition aufgelegt hat.

Geboren 1972 in Kanazawa, Japan, studierte Kenichi Yokono Kunst am Kanazawa College of Art. Er hatte Einzel-Ausstellungen in Tokio, Los Angeles, Wien und Amsterdam, sowie Arbeiten in zahlreichen Gruppen-Ausstellungen. 2005 gewann Yokono den Asian Cultural Council Fellowship award, and the Tom Eccles Prize (New York). Der Künstler lebt und arbeitet in Tokio, Japan.

Katsumi Hayakawa – Paper Works: New Horizons

Katsumi Hayakawa, Jahrgang 1970, konstruiert dreidimensionale Welten aus Papier. Seine Arbeiten sind abstrahierte Abbildungen unserer ent-individualisierten Metropolen, in denen wir auf engsten Raum unserem Tun nachgehen und Beziehungen nicht zustande kommen. Die Gebäude unserer Städte sind die Behälter und Kulissen der “Abwesenheit der Existenz, der Abwesenheit des Nichts und der Abwesenheit der Abwesenheit der Abwesenheit”.

Katsumi Hayakawa, Bluelines, Ausstellung Micheko Galerie Januar 2012

Blue Lines, 2011

Hayakawas Arbeiten können interpretiert werden als urbane Landschaften oder auch als die integrierten Schaltkreise von Mikrochips. Es sind die beiden Enden desselben mensch-gemachten Universums, die sich dem Betrachter erschließen. Der Kontrast zwischen dem Realen und dem Virtuellen, der simulierten Wirklichkeit.

Es steckt viel vom buddhistischen Konzept, dass alles im Universum miteinander verbunden ist, in den Arbeiten von Katsumi Hayakawa. Aber man muss kein Buddhist sein, um diese Werke verstehen und schätzen zu können. Sie erschliessen sich durch ihre universelle Mitteilungkraft.

Hayakawa wurde bekannt durch seine geometrischen Malereien, die er “virtuelle Abstraktionen” nannte. Aber er war unzufrieden mit dem Medium, welches ihm nicht ausreichte, seine Konzepte künstlerisch umzusetzen. Deshalb widmete er sich der  Skulptur als Medium für seine jüngeren Arbeiten. Er verwendet Papier-Kuben oder Würfel, die er auf Aquarellpapier anbringt. Diese Arbeiten scheinen zufällig arrangiert und doch erinnern sie uns, wie schon erwähnt, an Landschaften, Schaltkreise oder Labyrinthe und lassen den Betrachter trotzdem im Zweifel, ob er das, was er sieht, auch das repräsentiert, was er zu denken glaubt. Hayakawa schafft es damit, uns auch auf die Informationsflut hinzuweisen, die uns schon lange überrollt hat.